Ich will mich engagieren – aber wo? Die Kölner Engagement-Landschaft

Die Engagement-Landschaft

Gerade in diesen Zeiten wächst bei vielen der Wunsch, sich freiwillig für eine gute Sache einzubringen. Jede und jeder kennt bereits einige Möglichkeiten des freiwilligen Engagements z.B. in Vereinen, Initiativen, Museen – entweder aus eigener Anschauung oder aus dem Bekanntenkreis. Das heißt aber nicht zugleich, dass diese Engagement-Felder überhaupt individuell passend sind.

Für die Orientierung – gerade auch nach Beendigung der Erwerbsarbeit – kann eine systematische Übersicht über die vielfältigen Engagement-Möglichkeiten in Köln hilfreich sein. Eine solche Übersicht gibt es nicht andernorts im Internet und konkrete Anlaufstellen sind im Internet nur zu finden, wenn wir wissen, wonach wir suchen. Daher an dieser Stelle:

Herzliche Einladung zu einem spannenden Spaziergang durch die Kölner Engagement-Landschaft!

Die Kölner Engagement-Landschaft

Rund 200.000 Menschen sind in Köln freiwillig engagiert (PM Stadt Köln, 31.01.2025). Vieles, was wir in Köln kennen, basiert auf freiwilligem Engagement, auch wenn die Angebote selbst von bezahlten Kräften geleistet werden.

Sehr oft haben Einrichtungen einen Trägerverein. Dieser überlebt jedoch nur, wenn die Vorstandsposten besetzt sind. Daher der Appell: scheuen Sie sich nicht, wenn Sie ein Thema interessiert, auch eine Mitarbeit im Vereinsvorstand in Betracht zu ziehen – oft ist es weniger Arbeit als gedacht.

Die Engagement-Landschaft: Klassiker

In Köln gibt es natürlich die Klassiker unter den Organisationen, die für ihre ehrenamtliche Arbeit bekannt sind: die Kirchen mit ihren Einrichtungen und Gemeinden, die große Vielfalt von Sport-vereinen, die Hilfswerke wie Technisches Hilfswerk, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst, die freiwilligen Feuerwehren, die Kleingartenvereine, die Seniorenvereine & -netzwerke (zu finden z.B. unter www.koelnerleben-magazin.de, www.seniorennetzwerke-koeln.de) und die Wohlfahrtsverbände, deren Spitzenverbände auch in Köln in der Liga der Wohlfahrtsverbände zusammengeschlossen sind (www.liga.koeln): Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas, Diakonie, der Paritätische (ehemals DPWV), Rotes Kreuz (DRK) und die Synagogengemeinde Köln als Mitglied der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

Erwähnenswert sind an dieser Stelle auch die großen Sozialverbände wie Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), IN VIA, Sozialdienst katholischer Männer (SkM), Kolpingwerk, Diakonie Michaelshoven. Sie alle betreiben eine Vielzahl von Angeboten für die verschiedensten Zielgruppen und Bedarfe und sind dafür sehr oft auch auf freiwilliges Engagement angewiesen.

Eine Ausnahme unter den Wohlfahrtsverbänden ist der Paritätische. Er hat zwar auch eigene Einrichtungen, ist aber der Dachverband der Wahl für sehr viele kleinere Vereine – in Köln ca. 300 –, die sich weder bei der Arbeiterbewegung noch einer Religion oder dem Roten Kreuz verorten und den paritätischen Ansatz für ihre Arbeit schätzen: Hilfe auf Augenhöhe. Was es darüber hinaus noch an Engagement Möglichkeiten gibt, soll nun kurz dargestellt werden.

Auf Gewerkschaften, Kammern, Wirtschafts- und Berufsverbände wird nicht eingegangen, weil sie in der nachberuflichen Phase vielleicht nicht so interessant sind.

Karnevals- und Schützenvereine

Die Engagement-Landschaft: Karnevals- und Schützenvereine

Ca. 180 Karnevalsvereine und -gesellschaften gibt es in Köln, darunter auch reine Frauenvereine, mehr als 140 sind Mitglied im ‚Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823‘.

In 2025 stellte die StattGarde Colonia Ahoj e.V. erstmalig ein schwules Dreigestirn. Es gibt viele nicht-elitäre Karnevalsgesellschaften. Liste: www.uns-sproch-es-heimat.com

Die ‚Schull- un Veedelszöch‘ am Karnevalsonntag sind Veedelsvereinen, Schulen, Stammtischen, Sportvereinen und großen Familien vorbehalten.

Im Stadtverband Kölner Schützen 1901 e.V. (www.koelnerschuetzen.de) sind 36 Schützenvereine zusammengeschlossen. Nicht bei allen handelt es sich um traditionelle Schützenvereine, oft sind es auch Sportschützenvereine. Unter den Kölner Schützenbruderschaften gibt es seit 2012 auch eine queere: St. Sebastianus & Afra Köln (www.sebastianus-und-afra-koeln.de)

für unser Staatswesen

Die Engagement-Landschaft: für unser Staatswesen

In NRW hatten die im Bundestag vertretenen Parteien Ende 2021 insgesamt 271.321 Mitglieder (Quelle: www.bpb.de). Sie leisten Mitgliedsbeiträge und engagieren sich unbezahlt. Darüber hinaus gibt es noch eine Menge kleinerer Parteien und Wählervereinigungen: de.wikipedia.org

Auch die Mitglieder in Bezirksvertretungen, Stadt- und Gemeinderäte sowie Landschaftsversammlungen sind ehrenamtlich. Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder ersetzen kein Erwerbseinkommen. Erst ab der Landesebene beziehen die Abgeordneten Diäten, aus denen sie aber auch ihre Angestellten und Wahlkreisbüros bezahlen.

Ergänzend zu den gewählten Mitgliedern gibt es auf kommunaler Ebene noch Sachkundige Einwohner*innen (ohne Stimmrecht) bzw. Sachkundige Bürger*innen (mit Stimmrecht). Sie sind häufig keine Parteimitglieder.

In Köln gibt es weitere Mitwirkungsmöglichkeiten:
Auf Stadtbezirksebene und stadtweit werden Seniorenvertretungen gewählt: www.stadt-koeln.de.
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration hieß vorher Integrationsrat und ist die kommunale Vertretung aller Migrant*innen. Die Wahlen finden zusammen mit den Kommunalwahlen statt, für die Selbstorganisationen und Parteien Listen aufstellen (www.stadt-koeln.de).
Darüber hinaus hat Köln noch Stadtarbeitsgemeinschaften (www.stadt-koeln.de) und weitere Beiräte (www.stadt-koeln.de).

Auch in der Justiz gibt es Ehrenamt:
Ehrenamtliche Richter*innen an Verwaltungsgerichten (www.justiz.nrw.de) und Sozialgerichten (www.justiz.nrw.de) sowie Schöffen in Strafverfahren (www.justiz.nrw.de, www.stadt-koeln.de). Schiedspersonen schlichten zwischen streitenden Parteien und führen einen Vergleich herbei. In Köln gibt es 24 Schiedsamtsbezirke (www.stadt-koeln.de). Wie Sie Schiedsperson werden können, finden Sie hier: www.stadt-koeln.de

Bei jeder Wahl werden in Köln Tausende von Menschen als Wahlhelfer*innen benötigt. Sie erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung: www.stadt-koeln.de

für unsere Stadt

Die Engagement-Landschaft: für unser Staatswesen

Jenseits der staatlich oder städtisch geregelten Ehrenämter gibt es sehr viel Möglichkeiten, sich zivilgesellschaftlich freiwillig für die eigene Stadt einzusetzen:

Bürgerinitiativen verfolgen meist konkrete Anliegen vor Ort. Größere politische Vereine wie Mehr Demokratie e.V. haben auch Ortsgruppen, die sich lokal engagieren.

Auch internationale Bewegungen wie Fridays For Future mit ihren Verzweigungen (Parents, Grannies, Scientists for Futur) haben Kölner Lokalgruppen.

Bürger-, Nachbarschafts- und Heimatvereine gibt es für einzelne Stadtteile und Viertel. Sie organisieren Straßenfeste, Adventsmärkte oder ‚Blaue Abende‘, im Umland z.B. Einkaufsmöglichkeiten vor Ort oder Bürgerbusse.

Die wenigsten der 14 Kölner Bürgerzentren werden von der Stadt betrieben. Sie sind aus Bürgerengagement entstanden und wirtschaften in freier Trägerschaft (www.koelnerelf.de) ebenso wie die vielen Interkulturellen Zentren in Köln (www.interkulturell.koeln).

Neben der Bürgerstiftung Köln gibt weitere Stiftungen von Bürger*innen für Bürger*innen in Köln: Stiftung KalkGestalten, Stiftung LebenMülheim, Porzer Bürgerstiftung, Weißer Rheinbogen Stiftung.

Aber auch städtische Einrichtungen brauchen ‚bürgerschaftliches Engagement‘, z.B.: Museen (www.stadt-koeln.de), Stadtbibliothek(en) (www.stadt-koeln.de) oder die KinderWillkommen-Besuche bei Neugeborenen – KiWi (www.stadt-koeln.de).

Kultur & Geschichte

Die Engagement-Landschaft: Kultur & Geschichte

Vielfältig ist auch die Engagement-Landschaft im Bereich Kultur & Geschichte. Und die Zahl der im Bereich Kultur freiwillig engagierten hat sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Dadurch ist die Kultur auf Platz 2 hinter den Sport gerückt, wenn es um die Zahl der Engagierten geht. (Quelle: „Zivilgesellschaftliches Kulturengagement – Ein Lagebericht“, Maecenata Institut, Januar 2025)

Es gibt für alle Sparten Kulturvereine. Viele freie Theater sind Vereine wie z.B. das Freie Werkstatt Theater Köln. Auch das Kölner Literaturhaus ist ein bürgerschaftlicher Verein. Neben zahlreichen Chören sind z.B. auch die Offene Jazz Haus Schule und die Initiative Kölner Jazz Haus Vereine. Letzterer verantwortet den Konzertbetrieb im Stadtgarten. Im Bereich bildende Kunst gibt es neben den Berufsverbänden auch Künster*innen-Vereine wie 68elf oder die Bayenwerft KUNSTHAUS RHENANIA. Kulturfördernd tätig ist z.B. die Theatergemeinde Köln.

Die Kulturliste Köln e.V. z.B. ermöglicht mithilfe von Spenden und Sponsoring die günstige Abgabe von Kulturtickets an Menschen mit geringem Einkommen.

Fördervereine gibt es in Köln z.B. für die Romanischen Kirchen, die arthothek, die Stadtbibliothek(en), das Historische Archiv, das Römergrab in Weiden, das NS-Dok und viele Kölner Museen.

Zur Bewahrung der Geschichte sind auf Kölner Ebene und in Stadtteilen Geschichtsvereine aktiv, z.B. die Historische Gesellschaft Köln, das Centrum schwule Geschichte e.V., das Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes.

An dieser Stelle sei ebenfalls erwähnt:
Die freie Enzyklopädie Wikipedia. Sie hat eine aktive Kölner Community: de.wikipedia.org

Familie, Jugend, Bildung & Forschung

Die Engagement-Landschaft: Familie, Jugend & Bildung

Der Bereich Familie, Jugend & Bildung bietet auch in der Nacherwerbsphase die unterschiedlichsten Betätigungsfelder:

So gibt es zahlreiche Initiativen an Schulen, z.B. „Brotzeit“ (gegr. v. Uschi Glas), LifeTeachUs (www.lifeteachus.org) und Angebote im Rahmen des Offenen Ganztags.

Für den Kinderschutz setzt sich nicht nur der Kinderschutzbund ein.

Auch der Bereich Jugendhilfe kommt ohne freiwilliges Engagement nicht aus. Beispiele: Fördervereine für Jugendzentren, Lese-Mentor*innen, Spielplatzpatenschaften, Stadtteilmütter, KinderWillkommen-Besuche (s.o.), Leih-Großeltern, Wegbegleitung für Heimkinder, Off Road Kids (Stiftung mit einem Standort in Köln).

In der Jugendberufshilfe sind Ausbildungs-Coaches gefragt, z.B. bei ConAction e.V. oder MentorRing Köln.

Erfahrungswissen geben weiter die ‚Alten Herren‘ in den Studentenverbindungen, die Alumni der Hochschulen, in Köln bei Uni und TH (ehemals FH).

Freie Bildungsträger sind oft als Vereine organisiert, z.B. das Friedensbildungswerk, neues lernen (ehemals Ökobildungswerk), das Kulturgetriebe e.V. (ehemals KIK).

Verbraucherzentralen sind übrigens auch Vereine, ursprünglich ins Leben gerufen vom Deutschen Hausfrauenbund, heute Netzwerk Haushalt.

Familienverbände bilden unterschiedliche Ausprägungen von Familie ab: www.muetterbuero-nrw.de

Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds ist das Dach von vielen Unterstiftungen im Bereich Bildungs- und Studienförderung und hat auch einen Förderverein.

Fördervereine gibt es auch für Forschungseinrichtungen, z.B. das Zentrum für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln, aber auch diverse Fakultäten und Institute der Uni wie auch der TH Köln.

Interkulturelles & Internationales

Die Engagement-Landschaft: Interkulturelles & Internationales

Auch dieses Themenfeld bietet viele Engagement-Möglichkeiten.

Nicht erst seit 2016 ist in Köln eine Vielzahl von Initiativen für Geflüchtete aktiv wie z.B. Kölner Flüchtlingsrat, Start with a Friend e.V. oder Über den Tellerrand kochen Köln e.V.

Menschenrechte sind das Thema von z.B. Amnesty International, Kölner Appell gegen Rassismus e.V., Peace Brigades International.

Migrantische Selbstorganisationen sind Zusammenschlüsse von Menschen mit Migrationsgeschichte unter verschiedenen Aspekten wie Ethnie (z.B. Rom e.V.), Herkunftsland (z.B. DIWAN Deutsch-Iranische Begegnungen e.V.), Religion (z.B. Afghanische Hindus Gemeinde in Köln e.V.), Beruf / Selbstständigkeit (z.B. PHOENIX Köln e.V.), Sport (z.B. Türkischer FC Köln e.V.), Quersein (SOFRA – Queer Migrants e.V.).

Die 45 Interkulturellen Zentren in Köln können von migrantischen Selbstorganisationen getragen sein, aber auch von Aktivist*innen wie z.B. das Allerweltshaus. Hier gibt es eine Übersicht: interkulturell.koeln

Die Städtepartnerschaftsvereine flankieren die 23 offiziellen Städtepartnerschaften der Stadt Köln durch eigenes, freiwilliges Engagement. Hier ist die (Link-)Liste: www.stadt-koeln.de

Jenseits von Städtepartnerschaften gibt es in Köln viele große und kleine Vereine und Verbände, die trans- oder international arbeiten wie z.B. UNICEF, Medica Mondiale, Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., Amerikahaus, Deutsch-Französische Gesellschaft Köln e.V., Blau-Gelbes Kreuz e.V.

Queersein

Die Engagement-Landschaft: Queersein

In Köln identifiziert sich jeder 10. Mensch (10,6 %) als lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich oder intergeschlechtlich (LSBTI). Im Bundesdurchschnitt sind es 6,9 % (Quelle: www.stadt-koeln.de). In sofern ist Köln tatsächlich eine queere Hochburg.

Der CSD ist der größte in Deutschland. Die Parade in 2024 bestand z.B. aus 250 Gruppen mit insg. ca. 65.000 Teilnehmenden. Organisiert wird der Kölner CSD von ColognePride e.V. (ehemals Kölner Lesben- und Schwulentag e.V., KLUST).

Die Kölner LSBTI-Organisationen können ihre Anliegen über die Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik in die Kommunalpolitik einbringen (www.stadt-koeln.de), darunter auch das rubicon e.V. mit vielen angeschlossenen Gruppen oder das anyway e.V., das sich an die jungen Menschen richtet.

Umwelt & Natur

Die Engagement-Landschaft: Umwelt & Natur

Auf diesem Feld geht es sowohl um die Nutzung, als auch um den Schutz von Natur und Umwelt:

  • Initiativen gegen Müll, z.B. Zero Waste Köln e.V., Krake e.V., Rheinpaten
  • Initiativen für Nahrungsmittel, z.B. Food-Sharing, Tafeln, Ernährungsrat für Köln und Umgebung.
  • Tiere und Tierschutz, z.B. Tierzuchtvereine, Angelvereine, Jägerschaft, Tierheime, Tierschutzvereine, Tiertafel Köln e.V., Pferdeschutzhof, zoosamme
  • Wandervereine, z.B. Deutscher Alpenverein Rheinland Köln, Kölner Eifelverein
  • Umwelt- und Naturschutz, z.B. BUND, NaBu, Greenpeace, Robin Wood e.V., Naturfreunde, auch Baumscheibenpatenschaften, FreiLuga, Finkens Garten, MehrGrün e.V.
  • Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening wie z.B. Kölner Neuland e.V. oder F.I.N.K. e.V. – ein interkultureller Gemeinschaftsgarten in Köln Vogelsang (Übersicht: www.stadt-koeln.de)
  • Mobilität z.B. Fahrgastverband PRO BAHN Regionalverband Rheinland e.V., VCD, ADFC, ADAC, FUSS e.V., Kidical mass

Übergeordnet sind die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs), bei denen es nicht nur um Ökologie, sondern auch um die Menschen geht. Kölner Organisationen dazu sind z.B. Agora Köln (160 Mitgliedsorganisationen), Bündnis Kommunale Nachhaltigkeit Köln (BKN, 50 Mitgliedsorganisationen), KölnAgenda e.V., Forum Eine Welt e.V. / Weltladen Köln, Gemeinwohlökonomie, IGLU gUG (iglu-gug.org), Repair Cafés (Liste: www.repaircafe-koeln.de)

Geschlechtergerechtigkeit

Die Engagement-Landschaft: Geschlechtergerechtigkeit

Es gibt in Köln ca. 140 Frauenorganisationen zu verschiedenen Themen:

  • Beruf / Selbständigkeit
  • Bildung
  • Gegen Gewalt
  • Geschichte / Forschung
  • Gesundheit / Wohlsein
  • Gleichstellung
  • Karneval
  • Kultur
  • Politik
  • Service Clubs / Charity
  • Soziales
  • Sport
  • Werte

Sowohl aus der ersten Frauenbewegung, als auch aus der zweiten und der aktuellen, jungen Frauenbewegung sind gerade in Köln sehr viele Vereine, Verbände, Gruppen und Netzwerke aktiv, darunter Berufsverbände, Unternehmerinnenverbände, sozial tätige Verbände, Frauen in Gewerkschaften, Parteien, Religionsgemeinschaften, Frauen in Kunst und Kultur, autonome Frauengruppen u.v.m.

Der kommunale Dachverband ist der Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen (AKF Köln, akf.koeln) mit ca. 50 Mitgliedsorganisationen. 11 Vereine aus der zweiten Frauenbewegung, die zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen arbeiten, haben sich im Bündnis ‚Lila in Köln‘ zusammengeschlossen (lila-in-koeln.de). Einige Bündnis-Mitglieder sind zugleich auch im AKF Köln und gemeinsam mit anderen tragen die beiden Verbünde die jährlich Tanzdemo am 14.02. in Rahmen der weltweiten Aktion ‚One Billion Rising‘ (onebillionrising-koeln.de).

Seit 2006 gibt es das Kölner Frauenportal (frauenportal.koeln), auf dem in freiwilliger Arbeit und mit Unterstützung von einigen Sponsorinnen (Social Entrepreneurship) die Termine der Kölner Frauenorganisationen in einem gemeinsamen Kalender gepflegt und in einem monatlichen Newsletter frei Haus geliefert werden. 70 der Kölner Frauenorganisationen sind bereits auf dem Portal vorgestellt und geben einen Eindruck von der Vielfalt und Kompetenz der überwiegend ehrenamtlichen Frauen*arbeit in Köln.

Die o.a. Schwerpunkte gliedern auch die Frauenorganisationen und die Veranstaltungen im Kalender_Organisationen auf dem Portal.

Gesundheit & Behinderungen

Die Engagement-Landschaft: Gesundheit & Behinderung

Auch zu den Themen Gesundheit und Behinderungen gibt es sowohl Hilfsorganisationen, als auch Selbst(hilfe)organisationen:

  • Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Erkrankungen, oft angeschlossen an die Selbsthilfe-Kontaktstelle beim Paritätischen (selbsthilfe-koeln.de)
  • Initiativen für Alte und Kranke wie Pflege- und Hospizvereine, die Initiative Caring Community Köln (caringcommunity.koeln), ‚Grüne Damen‘, Kölsch Hätz, SenioAss (sbk-koeln.de), wünschdirwas e.V., Radeln ohne Alter Köln e.V., Hundebesuchsdienste u.v.m.
  • Telefonseelsorgen (katholisch: telefonseelsorge-koeln.de, evangelisch: telefonseelsorge.koeln, Alternativen: www.sorgen-tagebuch.de) oder Silbertelefon von Silbernetz
  • Trauerbegleitung, z.B. bei den Mitgliedern der Hospiz- und Palliativ Arbeitsgemeinschaft Köln e.V. (hak-online.de)
  • Opferhilfsorganisationen, z.B. Kölner Opferhilfe e.V., Weißer Ring
  • Initiativen für Angehörige, z.B. Rat und Tat e.V.
  • Angebote für Behinderte, z.B. Lebenshilfe
  • Behinderten-Selbstorganisationen, z.B. „Selbstbestimmt Leben“ Behinderter Köln e.V.